Enzyme
Spezielle Eiweißstoffe, die
Stoffwechselvorgänge im Körper steuern.
Morbus Hunter
Vererbte Stoffwechselerkrankung,
von der nahezu ausschließlich Jungen betroffen sind. Aufgrund eines Gendefekts
fehlt bei M. Hunter ein bestimmtes Enzym oder es ist in der Aktivität vermindert.
Dadurch ist der Stoffwechsel, insbesondere der Abbau so genannter
Mukopolysaccharide beeinträchtigt. Die Abbauprodukte sammeln sich im Gewebe an
und schädigen zahlreiche Organe wie Haut, Herz und Gehör. Die Art und Ausprägung
der Symptome variiert, bei schweren Formen ist die Lebenserwartung stark
vermindert.
Morbus Gaucher
Vererbte Stoffwechselerkankung,
die durch einen Gendefekt verursacht wird. Bei dieser Störung steht dem Körper
zuwenig von dem Enzym Beta-Glukozerebrosidase zur Verfügung. Dieses Enzym
spaltet normalerweise das Stoffwechselzwischenprodukt Glukozerebrosid in seine
Bestandteile auf – das sind Glukose („Traubenzucker“) und der Fettstoff Ceramid.
Wenn die Beta-Glukozerebrosidase fehlt oder defekt ist, kann Glukozerebrosid
nicht ausreichend abgebaut werden. Als Folge reichert sich das Zwischenprodukt
in den Zellen an. Dies betrifft vor allem einen bestimmten Zelltyp des
Immunsystems, die so genannten Makrophagen („Fresszellen“). Die Ablagerung von
Glukozerebrosid in den Zellen beeinträchtigt im Laufe der Zeit die Funktion
verschiedener Organe (z. B. Milz, Leber).
Lysosomen
Lysosomen sind Zellorganellen,
deren Hauptaufgabe darin besteht, mit Hilfe bestimmter Enzyme körpereigene
Stoffwechselprodukte, aber auch körperfremde Stoffe abzubauen und für den
Abtransport aus dem Körper vorzubereiten
Lyosomale Speicherkrankheit
Lysosomen sind
Bestandteile der Zellen. Sie ähneln einer Recycling-Maschine und haben die
Aufgabe, Abfallprodukte des Stoffwechsels zu zerkleinern, damit der Körper diese
erneut verwenden kann. Bei einer lysosomalen Speicherkrankheit ist dieser
Abbauprozess gestört. Bestimmte Abfallprodukte werden nicht weiter aufgespalten,
sondern reichern sich in den Zellen an und schädigen eine Vielzahl von Organen.