Morbus Fabry – verschiedene Mutationen nachgewiesen
Der Morbus Fabry beruht auf einem Defekt im GLA-Gen, das für das Enzym alpha-
Galaktosidase kodiert. In diesem Gen wurden bei Morbus Fabry verschiedene Mutationen
dokumentiert.
Das für α-Galaktosidase A kodierende Gen umfasst 12 kb und liegt auf dem langen Arm des
X-Chromosoms (Xq22.1). Es umfasst sieben Exons, die alle von Mutationen betroffen sein können.
Bisher wurden über 400 verschiedene Mutationen beschrieben, wobei die Mehrzahl dabei so genannte
“private Mutationen”, das heißt innerhalb einer Familie auftretende Mutationen, sind.
Der häufigste bei M. Fabry gefundene Mutationstyp ist ein einfacher Basenaustausch in der
kodierenden Region. Aber auch eine Duplikation im GLA-Gen, partielle Deletionen, Insertionen
sowie Defekte bei der Synthese der RNA usw. zählen zu möglichen Mutationen. Jede dieser
Mutationen kann bei hemizygoten Männern und heterozygoten Frauen zum klassischen Bild von M.
Fabry führen.
Bei Patienten mit atypischem M. Fabry, bei denen die Symptome weniger stark ausgeprägt sind oder
nur ein einzelnes Organ betreffen, scheinen ausschließlich Missense Mutationen vorzuliegen. Diese
führen zu einem Mangel, doch zu keinem völligen Fehlen der α-Galaktosidase A.
Die Korrelation von Genotyp und Phänotyp sind bei M. Fabry sehr komplex. Selbst innerhalb der
gleichen Familie kann die gleiche Mutation sowohl zur klassischen Form der Erkrankung als auch zu
monosymptomatischen Formen führen. Der Phänotyp scheint durch verschiedene weitere Gene und
Faktoren modifiziert zu werden.
Bei M. Fabry besteht ein Defekt in dem Gen Xq22.1. Dieses auf dem langen Arm des X-Chromosoms liegende Gen kodiert
für die α-Galaktosidase und umfasst 12 Kilobasen. Adaptiert nach Bishop et al. (1998) mit Genehmigung.