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Den Enzymmangel kompensieren

Seit dem Jahr 2001 steht für den Morbus Fabry die Möglichkeit einer Enzymersatztherapie (EET bzw. ERT, von engl. Enzyme Replacement Therapy) – und damit eine effektive kausale Therapieoption – zur Verfügung. Die Therapie zielt darauf ab, den zugrunde liegenden Enzymmangel zu kompensieren, das fehlende Enzym wird ersetzt. Dies bedeutete einen Meilenstein in der Behandlung, die bis zu diesem Zeitpunkt lediglich aus Maßnahmen zur Symptomlinderung bestand. Die ERT ist indiziert bei Patienten mit einer diagnostisch bestätigten Fabry-Erkrankung.

Es ist das primäre Ziel der Enzymersatztherapie, die Symptome zu vermindern und den zum Teil irreversiblen Spätfolgen vorzubeugen. Eine frühzeitig eingeleitete Behandlung kann den Verlauf der Erkrankung positiv beeinflussen und die Lebensqualität deutlich verbessern. Derzeit stehen zwei Substanzen für die ERT zur Verfügung: der Wirkstoff Agalsidase alfa, der in humanen Zellinien hergestellt wird und Agalsidase beta aus Hamster Ovar (CHO)-Zelllinien.

Neben der Enzymersatztherapie sind mehrere weitere potenzielle Therapieansätze in der Erforschung:

Substratreduktionstherapie

Bei der Substratreduktionstherapie wird die Synthese toxischer Substrate (in diesem Fall Gb3) reduziert.

Chaperon-Therapie

Bei der pharmakologischen Chaperon-Therapie binden kleine Moleküle an das mutierte Enzym. Hierdurch soll die Konformation stabilisiert und der Transport in die Lysosomen gefördert werden.

Gentherapie

Die Gentherapie könnte sich in der Zukunft zu einer weiteren Option für Patienten mit Morbus Fabry entwickeln.